Zero Escape: 999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors

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Neun unterschiedliche Menschen, neun Stunden Zeit und neun Türen. Junpei erwacht in der Koje eines sinkenden Schiffes. Die Zeit rennt, denn Wasser strömt in die Koje und er ist im Raum eingeschlossen.

Nein Hours, Nine Persons, Nine Dours

Das Adventure-Spiel wurde von Chunsoft entwickelt. Es der erste Teil der Zero Escape Serie, die 2009 in Japan veröffentlicht wurde. In Nordamerika kam das Spiel 2010 für den Nintendo DS heraus.

Gewinn das Spiel, dein Einsatz ist das Leben

Der Student Junpei wurde entführt. Er erwacht mit dröhnen im Kopf auf einem sinkenden Luxusliner. Über einem Lautsprecher verkündet eine mysteriöse Stimme ein Spiel, bei dem es ums leben geht. Junpei ist nicht der einzige, der an Bord des Schiffes erwacht. Acht anderen ergeht es genauso. Um das Spiel zu gewinnen muss Junpei sich mit den anderen zusammenschließen und im Team das Rätsel von neun nummerierten Türen lösen.

Psychothriller

Der Einstieg erzeugt jede Menge Spannung. Gleich von Anfang an sammelst du Gegenstände und löst Rätsel. Du hast Zugriff auf Junpeis Erinnerungen und Ahnungen. Mit ihnen zusammen und dem Erzählrhythmus wird die richtige Stimmung erzeugt. Die Dialoge sind knackig und unterhaltsam. An Witz fehlt es nicht. Die Entwickler schaffen es immer wieder den psychischen Druck in den Vordergrund zu rücken. Knarrende Türen und blutige Räume schaffen eine passende Gruselatmosphäre.

Die maskierte Gestalt

Junpei wühlt immer wieder in seinen Erinnerungen. Bevor er auf dem Schiff erwachte wurde er mit Gas betäubt und entführt. Die anderen acht auf dem Schiff sind ebenfalls gezwungen das makabere Spiel des Verrückten mitzuspielen. Dazu gehören drei Frauen und fünf Männer. Die Hintergründe bleiben erst einmal ein Rätsel. Haben die entführten wirklich keine Gemeinsamkeiten? Viele Geheimnisse tun sich auf, die gelöst werden wollen. Die neun gefangenen Personen sind Snake, Santa, Clover, June, Seven, Lotus und Nine. Ein wenig verraten die Namen bereits über die Charaktereigenschaften der Protagonisten.

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Tödliche Mathematik

Jeder der neun besitzt eine Uhr, die er am Arm trägt. Das Ziffernblatt ist mit einer Nummer von 1-9 beschriftet. Junpei beispielsweise hat die fünf. Für das durchqueren der Türen gibt es Regeln. Läuft der falsche zur falschen Zeit durch eine der Türen stirbt er. Maximal 3-5 Leute dürfen eine Tür durchqueren. Die Ziffern auf ihren beleuchteten Uhren müssen in der Summe die Zahl der Tür ergeben. Deine neun Entführten tragen Bomben in sich. Durchqueren Sie eine Tür, müssen Sie sich an einem Schalter registrieren. Dafür haben sie 1 Minute Zeit. Fehlt eine Person explodiert die Bombe. Als Junpei ob liegt es in deiner Entscheidung, wer zum nächsten Rachel mitkommt. Die Figuren gehen automatisch zum Todesschalter, nachdem sie eine Tür durchschritten haben. Für die Errechnung der Quersumme, um eine Tür durchqueren zu können, gibt es kein Zeitlimit.

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Geheimnisvolle Räume

Das Spiel bringt automatisch einen gewissen Wiederspielwert mit sich. Zwar obliegt es deiner Entscheidung wer welchen Raum betritt, jedoch hast du manchmal den Entscheidungszwang. Das Problem was ich auftut ist, dass du die Möglichkeit hast mehrere Räume zu besuchen. Nicht jeder will in jedem Raum. Willst du also später herausfinden was sich in einem anderen Raum befand, wirst du das Spiel noch mal spielen müssen. Achte genau auf die Dialoge, denn sie können mit der Zeit das Geheimnis enthüllen.

Entscheidende Gespräche

Während der Dialoge liegt es in Junpeis Verantwortung Entscheidungen zu treffen. Sie können die Entwicklung der Story beeinflussen. Das heikle an der ganzen Situation ist, dass derjenige, der das Spiel initiiert hat, mit an Bord des Schiffes ist bzw. vielleicht sogar unter den Spielern. Du musst also eventuell für die eine oder andere Seite Partei ergreifen, um die Handlung entsprechend zu beeinflussen. Deine Entscheidungen haben Einfluss auf die Gruppe und die jeweiligen Personen mit ihrer Psyche. Starke Persönlichkeiten kommen besser mit der Tatsache klar, dass einer von ihnen der Spielleiter ist, als eine labile Persönlichkeit. Willst du lange diskutieren und Zeit verschwenden oder möglichst schnell in der Handlung vorankommen. Wie sehr willst du das Geheimnis um das Spiel lüften?

Viel Gerede

An der einen oder anderen Stelle sind die Lese- und Dialogteile etwas lang. Da es keine Sprachausgabe gibt, wird das zu manchen Zeiten etwas ermüdend. Wünschenswerter wäre außerdem gewesen, wenn Junpei öfter im Dialog hätte eingreifen können.

Point&Click

Nachdem du eine Tür durchquert hast, erwartet dich klassisches Point&Click. Du begibst dich auf die Suche nach Gegenständen, die dir dabei helfen den Raum oder das Gebiet zu verlassen. Die Koordination erfolgt mit Pfeilen und nicht in Echtzeit. Mit dem Stylus untersuchst du bestimmte Stellen im Raum näher, öffnest Schränke und Koffer. Bei Dingen die du mit dem Stylus berührst, werden dir Texte angezeigt oder die jeweiligen Bereiche herangezoomt. Gefundene Gegenstände werden im Inventar platziert. Dort kannst du sie näher untersuchen bzw. drehen und wenden. Die Rätsel sind nicht zu schwierig. Wichtig ist, die Zahlenkombinationen aus den Hinweisen heraus zu bekommen.999 Screenshot2

Alternative Enden

sechs mögliche Enden stehen beim Spiel zur Verfügung. Von freudig, bis schrecklich und abrupt ist alles dabei. Spielst du das Spiel erneut durch sind die bereits durchlaufenden Dialoge und Entscheidungen grau markiert, dass du das bereits erlebte vom noch nicht erlebten trennen kannst. Die Rätsel müssen jedoch noch mal gespielt werden.

Fazit

Zero Escape: 999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors unterhält mit einer spannenden Story, interessanten Charakteren und einer psychologisch düsteren Geschichte. Das Ganze wird mit knackigen Rätseln kombiniert. Das schöne ist, dass die Story nicht rein linear ist, die Spannung durch den psychischen Druck gesteigert wird und es der Geschichte auch nicht an Schockmomenten fehlt. Die Rätsel sind abwechslungsreich und die Texte sorgen für eine spannende Atmosphäre. Den einzigen Wermutstropfen bilden die manchmal etwas langen Dialoge, die hin und wieder zur Passivität zwingen. Die Möglichkeit der sechs alternativen Entscheidungen und Storylines ist unheimlich motivierend. Schade, dass es kein deutsches Release gibt. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, hat hier das Nachsehen.


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