Lionheart: King’s Crusade

Neocore Games versetzt den Spieler in die Zeit der Kreuzzüge. Die Kreuzritter nahmen Jerusalem nach dem ersten Kreuzzug ein. 1190 gab es einen dritten Kreuzzug. Der Deutsche Friedrich barbarosse, Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz taten sich dafür zusammen. Nach dem Tod des staufischen Kaisers übernimmt Richard I. den Kreuzzug ins Heilige Land. Er nahm Zypern ein und um Juli 1191 gab es nach der Einnahme ein Blutbad an muslimischen Gefangenen.

Damit befindest du dich mitten in der ersten Schlacht von Lionheart, wenn du als Kreuzfahrer kämpfst. Du landest an der Küste, kämpfst dich durchs Land und beschießt die Stadt. Ziel ist es, den Markplatz er Stadt nach dem Sturm zu besetzen. Nach dem ersten Beschuss zerfallen bereits die Mauern von Akkon.

Es folgt die Belagerung Jerusalems. An die Historie hält sich das Spiel nicht, denn Richard Löwenherz reiste damals wegen der Machtkämpfe in England zurück nach Hause. Hier darfst du weitererobern. Ziel ist es, alle Länder im Osten zu erobern. Die Eroberung der heiligen Stadt läuft ähnlich ab. Du nimmst ein par Ziele ein, beschießt die Festung und nimmt die Stadt ein.

Im Kampf befehligst du eine kleine Truppe, die gegen eine Übermacht steht. Jede Einheit besitzt Spezialfähigkeiten. Die gepanzerten Ritter von Richard Löwenherz sind fast unbesiegbar. Es gibt einen Anführer, der die Truppen motiviert, trotzdem erreicht das Spiel nicht die Spieltiefe anderer Strategiespiele wie Total War. Besiegst du die Gegner in der Schlacht, rüstest du deine Armee vor der nächsten MIssion auf. Mit Priestern hebst du beispielsweise die Moral. Während des Kampfes sammeln deine Truppen Erfahrungen, mit denen du Nahkampf, Stehvermögen und Moral steigernst.

Du hast außerdem die Möglichkeit Saladin zu spielen, der mit den Sarazenen eine eigene Kampagne bekommt. Hier fängst du in Babylon an. Die Gebäude der Städte hätten insgesamt detailreicher sein können. Ist zuviel auf dem Bildschirm los, kommt es zu einer Ruckelpartie.

Fazit

Lionheart Kings Crusaders versucht eine Mischung aus Rollenspiel und historische Schlachten zu schaffen. Das funktioniert nicht sonderlich gut. Mit Richard Löwenherz kann man ein wenig in der Geschichte rumspielen. Die muslimische Kampagne gibt dir im Ablauf mehr Freiheiten als die anderen. Die Mauern der Städte zerbröseln recht schnell. Weder der König noch die Ungläubigen dürfen forschen, dafür die Muslime. Das Vorgehen in den Missionen wirkt identisch. Du besiegst alle Truppen mit deiner kampfstarken zusammenstellung. Es gibt 2 Kampagnen und freie Szenarien. Öfter gibt es Performance-Probleme beim Spiel. Lionheart King’s Crusaders verpasst sein Potenzial. Das Spiel hätte mehr hergeben können, was ihm fehlt.

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