Dungeons and Dancers kombiniert Dungeon-Adventure mit Rhythmus. Wer sagt eigentlich, dass Dungeons immer düster, modrig und voller todernster Gefahren sein müssen? Das Indie-Studio Impressive Entertainment aus Barcelona tritt mit seinem Titel Dungeons & Dancers den Gegenbeweis an. Das Spiel ist ein farbenfroher „Rhythm Disco-Crawler“, der die klassischen Klischees des Fantasy-Genres nimmt und sie in ein glitzerndes Disco-Gewand der 70er und 80er Jahre hüllt.
Orcs und DJs: Das Setting
In Dungeons & Dancers werden Fackeln durch Scheinwerfer und modrige Höhlen durch funkelnde Tanzflächen ersetzt. Das Konzept ist so absurd wie genial: Anstatt sich mit purer Gewalt durch Monsterhorden zu metzeln, nutzt der Spieler sein Taktgefühl. Die Welt reagiert dynamisch auf die Musik – Hindernisse, Gegner und Umgebungen bewegen sich im Einklang mit dem Beat.
Die Charaktere in Dungeons and Dancers selbst sind eine humorvolle Hommage an die Musikgeschichte. Hier treffen klassische Fantasy-Rassen auf ikonische Pop- und Elektro-Stars. So schlüpft man beispielsweise in die Rolle von Charakteren wie „Strollex“ (eine Anspielung auf Skrillex), um die tiefen „Dancegeons“ zu erkunden.
Gameplay: Der Rhythmus ist deine Waffe in Dungeons and Dancers
Das Spiel Dungeons and Dancers kombiniert Dungeon-Crawling-Elemente mit einer strikten Rhythmus-Mechanik, ähnlich wie man es von Titeln wie Crypt of the NecroDancer kennt. Die Spieler müssen sich im Takt der Musik bewegen und angreifen. Wer den Rhythmus perfekt hält, schaltet mächtigere Kombos frei und bringt die „Party“ erst so richtig in Schwung.
- Rhythmus-basiertes Movement: Jeder Schritt und jede Aktion muss auf den Beat genau sitzen.
- Charakter-Rettung: Überall in den Kerkern sind andere „Künstler“ gefangen. Befreit man sie, schließen sie sich der Party-Crew an und erweitern die spielerischen Möglichkeiten.
- Dynamische Soundtracks: Der Soundtrack ist das Herzstück des Spiels und treibt nicht nur den Spieler, sondern die gesamte Architektur der Levels voran.
Ein Fest für die Sinne
Visuell setztImpressive Entertainment in Dungeons and Dancers auf einen markanten Stil, der Neonfarben und Disco-Kugeln mit dem rustikalen Charme eines klassischen Rollenspiels kreuzt. Es ist diese bewusste Überzeichnung, die Dungeons & Dancers so erfrischend macht. Es nimmt sich selbst nicht zu ernst und lädt den Spieler dazu ein, das Gamepad (oder sogar eine Tanzmatte) in die Hand zu nehmen und einfach mit dem Flow zu gehen.
Warum Dungeons & Dancers heraussticht
In einer Zeit, in der viele Indie-Entwickler versuchen, das nächste extrem schwere „Soulslike“ zu erschaffen, wählt Impressive Entertainment einen Weg, der puren Spaß und gute Laune in den Vordergrund stellt. Es ist ein Spiel, das die soziale Komponente einer Party in ein Singleplayer-Erlebnis (oder lokale Koop-Sessions) übersetzt.
Dungeons & Dancers beweist, dass Innovation oft dort entsteht, wo zwei völlig gegensätzliche Welten – die epische Fantasy und die exzessive Clubkultur – aufeinanderprallen.
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