Der Patrizier

Der Patrizier siedelt sich als Spiel zur Hansezeit an. Handel, Intrigen, Piraten und Macht sind die relevanten Stichworte. 4 Spieler können bei der Wirtschafts- und Handelssimulation aktiv werden. Die Entwicklung das Spiels stammt von Studio Ascon, das später zu Studio Ascaron wurde. Der Patrizier kam 1992 heraus. Zielsetzung liegt im „Ältermann“ der Hanse und somit ihr Oberhaupt zu werden. Du handelst und versuchst in deiner Stadt den Bürgermeisterposten zu bekommen. 17 Ortschaften stehen zur Verfügung und acht davon gelten als Hansestädte. Nur in einer Hansestadt beginnst du dein Handelsimperium zu errichten. In den großen Hansestädten wie Hamburg oder Bremen musst du dich gegen deine Konkurrenten durchsetzen. In kleineren Städten hast du andere Startbedingungen. Du legst Niederlassungsort, Familienwappen, Name, Geschlecht usw. fest. Das Spielprinzip baut auf rundenbasiertes Spielen. Zur Verfügung steht zuerst einmal ein Übungsmodus, bevor es ins richtige Spiel geht. Nur Geld scheffeln ist nicht so leicht. Übersättigst du die Märkte mit Luxusgütern, sinkt die Nachfrage und demnach dein Gewinn. Hier spielen die Gesetze der freien Marktwirtschaft eine Rolle.

Senkst du den Verkauf von Getreide und Salz, kommt dies nicht gut bei deinen Wählern an. Deswegen sollten nicht nur Luxusgüter gehandelt werden. Hier spielt dein Ansehen eine Rolle. Spenden und das Veranstalten von Straßenfesten steigert dein Ansehen beim Volk. Sogar die Feste unterscheiden sich nach christlichen Feierlichkeiten und denen, die den „Pöbel“ auf die Straßen holen. Die Nahrungsmittel- und Getränkeversorgung ist wichtig. Für den Bau deiner Handelsflotte benötigst du Materialien, die du organisieren musst. Mannschaft, Aufträge und Reparaturen verlangen deine Aufmerksamkeit.

Verwaltet werden die Gebäude über die Stadtsilhouette, welche die entsprechenden Gebäudetypen, wie zum Beispiel Werft, Kontor oder Lager abbildet. In der Kneipe findest du Freibeuter, die dir hinter dem Rücken vom Volk hilfreich sind. Wird das bekannt, ist dies nicht zuträglich für dein politisches Image. Im Gilde-Haus verkaufst du Schiffe, organisierst deinen Handel usw. In der Waffenschmiede findest du benötigtes Kriegsgerät. Der Geldverleiher hilft dir bei finanziellen Punkten aus. Der macht seinen Verdienst mit ansehnlichen Zinssätzen.

Auf dem Marktplatz findet das gesellschaftliche und politische Leben statt. In Volksbefragungen findest du etwas über die eigene Popularität heraus. Das Badehaus hilft dir dabei, Ratsherren zu bestechen. Im Rathaus findet die richtige Politik statt. Dort organisierst du den Flottenaufbau, die Bekämpfung von Piraten und den Kampf gegen Waldemar den Dänenkönig. Du hast die Möglichkeit vorteilhaft zu heiraten und Versicherungen gegen Krankheiten und Feuer abzuschließen. Versteigerungen und Gerichtsverhandlungen finden im Rathaus ebenfalls statt. Greifen Piraten dein Schiff an, legst du selbst bei den Kanonen Hand an.

Fazit

Patrizier punktet mit historischer Detailliertheit und einem ausgeklügelten Wirtschaftssystem. Das Spiel gestaltet sich komplex und bildet eine Kombination aus Handles-, Politik- und Gesellschaftssimulation. Die Musik untermalt das Spiel stimmungsvoll. Sounds wie Möwengekreische und das Murmeln von Stimmen geben dem Spiel die richtige Atmosphäre. Selbst Grafiken sind bei dem Spiel animiert worden. Für Freunde der Seefahrt finden sich Datenblätter mit historischen Schiffsmodellen. Die Maussteuerung funktioniert beim Patrizier hervorragend. Wer sich der Hausforderung stellen will, ist mit dieser Simulation hervorragend bedient, auch wenn sie schon älter ist.

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